Mit der Berufung ein Eigentor geschossen

Jerome Boateng muss Millionenstrafe hinnehmen

Ob es eine gute Idee war, nach dem ersten Urteil in Berufung zu gehen, dürfte Fußballstar Jerome Boateng mittlerweile bezweifeln. Die Geldstrafe ist nun zwar geringer, aber dafür gilt der Fußballer nun wegen der höheren Zahl an Tagessätzen als vorbestraft. Nicht ganz unschuldig daran dürften auch die Anwälte sein.

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120 Tagessätze zu je 10.000 Euro – so lautet das Urteil in der Berufungsverhandlung gegen Jerome Boateng vor dem Landgericht München I nun. Mit 1,2 Millionen Euro ist die Gesamtstrafe damit deutlich geringer als bei den 60 Tagessätzen zu je 30.000 Euro, die bei der Verhandlung im vorigen Jahr herausgekommen waren. Dafür gilt der Fußballprofi nun mit 120 Tagessätzen als vorbestraft.

Dass sich die Zahl der Tagessätze verdoppelt hat, liegt wohl an der Sichtweise von Richter Andreas Forstner. Der nämlich sieht nun zwei Fälle von Körperverletzung gegeben – im Gegensatz zu einem Fall in der vorigen Verhandlung. Dabei geht es um die Anschuldigung, der Fußballer hätte seine damalige Partnerin auf einem gemeinsamen Karibik-Urlaub geschlagen, verletzt und beleidigt.

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Nach Ansicht von Staatsanwältin Stefanie Eckert sei der vorliegende Fall nur die Spitze eines Eisbergs. Das Verhältnis von Jerome Boateng zu seiner damaligen Freundin sei offenbar eine "von Gewalt geprägten Beziehung" gewesen.

Die Strategie von Jerome Boatengs Anwälten lief bei Richter Forstner in allen Aspekten ins Leere. Weder war er bereit, eine öffentliche Vorverurteilung wegen der Bekanntheit ihres Mandanten zuzugestehen, noch sei wegen des mittlerweile geringeren Einkommens der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" anwendbar.

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Ein Eigentor schossen die Anwälte offenbar mit ihrer Taktik, die Ex-Partnerin des Fußballers zu verunglimpfen. Sie hätte die Vorfälle wegen des Streits um das Sorgerecht nur erfunden und die Sachlage instrumentalisiert. Das brachte ihnen einen deutlichen Rüffel der Staatsanwältin ein, die den Rechtsvertretern vorwarf, die Geschädigte "mit Dreck zu bewerfen" – ein Faktor, der beim Richter wohl nicht unbemerkt geblieben ist.

Sowohl Jerome Boateng als auch seine Anwälte verließen das Gericht kommentarlos. Eine Revision des Urteils ist rechtlich möglich, scheint allerdings wenig Aussicht auf Erfolg zu haben. Das zumindest gab Richter Andreas Forstner dem Verurteilten mit auf den Weg: "Irgendwann ist halt auch die Verteidigung mal am Ende."

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