Die Royals - ein Mega-Unternehmen

König Charles III als Spitze des Eisbergs

Dass sich die Briten eines Tages die Augen reiben und sich fragen könnten, wozu sie mit vielen Millionen eine hyperreiche Familie unterstützen sollten, hatte bereits König George III im Jahr 1760 erkannt. Auf zunehmenden Druck der britischen Regierung schloss er einen Mega-Deal, der bis heute gilt.

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Die geschätzt rund 500 Millionen Euro, die die verstorbene Königin Elisabeth ihren Nachkommen vermacht – steuerfrei, wohlgemerkt – stellt nur die Spitze eines Vermögens dar, das nach Expertenmeinung rund 28 Milliarden Euro umfasst. Und selbst das stellt nicht die gesamte Wahrheit dar, denn da gibt es auch noch den Crown Estate.

Um nicht durch übergroßen Reichtum irgendwann einmal dem geballten Unmut der Untertanen ausgesetzt zu sein, stimmte König George III 1760 einen Vertrag mit der britischen Regierung zu. Er umfasste die Gründung eines Immobilienunternehmens namens Crown Estate, in den alle Immobilien und Ländereinen der königlichen Familie übertragen wurden. Formaljuristisch gehört die Firma niemandem – weder den Royals, noch Großbritannien. Die Führung des Crown Estate obliegt unabhängigen Verwaltern, die gegenüber dem britischen Parlament rechenschaftspflichtig sind.

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Als Gegenleistung wurde das Königshaus von allen Kosten und Pflichten bei der nationalen Verwaltung, der nationalen Verschuldung und den Kosten für das Militär befreit. Als Entschädigung erhalten die Royals einen Teil der Erträge, die der Crown Estate erwirtschaftet – eine Regelung, die auch heute noch gilt.

Alleine dem König oder der Königin stehen daraus 25 Prozent zu – das waren im letzten Jahr 95 Millionen Euro. Dass die Erträge so hoch sind, darf nicht verwundern: Dem Crown Estate gehört die komplette Regent Street in London einschließlich aller Immobilien. Ebenfalls mit im Immobilienportfolio ist Windsor Castle und zahlreiche kommerzielle Gewerbeimmobilien wie beispielsweise Einkaufszentren. Der Grundbesitz beträgt insgesamt rund 116.000 Hektar.

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Das ist allerdings noch längst nicht alles. Die königliche Familie – im wirtschaftlichen Zusammenhang Royal Firm genannt – verwaltet zusätzlich ein Vermögen von geschätzt acht Milliarden Euro. Gesellschafter der Firma sind nach dem Tod von Königin Elisabeth noch König Charles II und Ehefrau Camilla, Prinz William und Ehefrau Kate, Prinz Edward mit Ehefrau Sophie und Prinzessin Anne.

Der Royal Firm gehört der Buckingham Palace, der Kensington Palace sowie die Herzogtümer Lancaster und Cornwall. Zusätzlich verwaltet die königliche Firma alle Einnahmen der Familie, beispielsweise aus öffentlichen Auftritten. Auch die Vermarktung der Copyrights für die royalen Logos und Gesichter gehört zum Geschäftsgegenstand der Royal Firm.

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Damit sind die Einnahmequellen der königlichen Familie allerdings noch nicht erschöpft. Zum Vermögen der Royals gehören auch die Besitztümer der verstorbenen Königin, die nun an die Nachfahren übergehen. Darin enthalten sind die Schlösser Sandringham House und Balmoral, eine umfangreiche Kunstsammlung, Rennpferde und ein beträchtlicher Schatz an Schmuck und Juwelen einschließlich der Königskrone.

Sollten die Briten doch einmal zu dem Schluss kommen, dass die Monarchie im Grunde nur ein unwirtschaftlicher und unsozialer Wurmfortsatz einer ohnehin finanziell stark belasteten Demokratie ist, müssen deren Mitglieder sicher nicht am Hungertuch nagen.

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